Zertifizierung/Audit

Was ist Akkreditierung?

Definition

Akkreditierung: Akkreditierung ist die formelle Anerkennung der fachlichen Kompetenz einer Zertifizierungsstelle durch eine nationale Akkreditierungsstelle wie die DAkkS; sie bestätigt, dass Zertifikate nach international vereinbarten Regeln ausgestellt werden.

Grundlage des weltweiten Akkreditierungssystems ist das Multilateral Recognition Arrangement (MLA), das vom International Accreditation Forum (IAF) koordiniert wird. Ist eine Zertifizierungsstelle bei einer IAF-Mitgliedsstelle akkreditiert, wird ihr Zertifikat in allen anderen MLA-Ländern automatisch anerkannt. In Deutschland ist die DAkkS seit 2010 die einzige nationale Akkreditierungsstelle nach EU-Verordnung 765/2008.

Der Akkreditierungsprozess umfasst regelmäßige Begutachtungen der Zertifizierungsstelle selbst, unter anderem zu Unabhängigkeit, Auditorenqualifikation und Verfahrensdokumentation. Dieser Aufwand macht akkreditierte Zertifizierung in der Regel teurer und zeitintensiver als nicht akkreditierte Verfahren.

MerkmalAkkreditiertNicht akkreditiert
AnerkennungInternational über IAF-MLANational, je nach Anforderung
KostenHöherHäufig niedriger
AufsichtDAkkS-überwachtKeine staatliche Aufsicht

In der Praxis lohnt sich für Unternehmen ein kurzer Realitätscheck, bevor sie sich für ein akkreditiertes oder nicht akkreditiertes Zertifikat entscheiden: Wer ausschließlich regionale oder nationale B2B-Kunden beliefert und keine Ausschreibungspflichten unterliegt, verlangt in der Praxis selten explizit eine Akkreditierung. Anders sieht es aus, wenn Kunden aus regulierten Branchen wie Automotive, Pharma oder dem öffentlichen Sektor stammen – hier lohnt sich ein Blick in bestehende Rahmenverträge oder Ausschreibungsunterlagen, bevor eine Zertifizierungsstelle beauftragt wird. Auch innerhalb Deutschlands gibt es Branchen, in denen sich Kunden faktisch an einer Akkreditierung orientieren, ohne dass dies vertraglich ausdrücklich gefordert wird, etwa aus Gewohnheit oder mangels eigener Fachkenntnis über die Unterschiede.

Relevanz für die Zertifizierung

KCERT zertifiziert bewusst im nicht akkreditierten Bereich und weist dies transparent auf jedem Zertifikat aus. Das ist für die meisten B2B-Zwecke ausreichend, reicht aber nicht, wenn öffentliche Ausschreibungen, bestimmte Konzern-Lieferantenprogramme oder regulierte Branchen ausdrücklich ein DAkkS-akkreditiertes Zertifikat verlangen — das sollten Unternehmen vor der Auftragsvergabe klären. Eine kurze Nachfrage beim größten oder anspruchsvollsten Kunden, welche Art von Nachweis konkret erwartet wird, spart im Zweifel mehr Geld als eine pauschal teurere akkreditierte Zertifizierung ohne echten Bedarf. Auch etablierte Marktteilnehmer wechseln zunehmend zwischen beiden Modellen, sobald sich ihre Kundenstruktur oder ihr Zielmarkt verändert, weshalb die Entscheidung regelmäßig überprüft werden sollte.

Häufige Fragen zu Akkreditierung

Nein. Eine Akkreditierung durch die DAkkS oder eine vergleichbare Stelle ist für ISO-Zertifikate grundsätzlich freiwillig. Pflicht wird sie nur, wenn ein Kunde, eine öffentliche Ausschreibung oder ein Konzern-Lieferantenprogramm ausdrücklich ein akkreditiertes Zertifikat verlangt. KCERT zertifiziert bewusst im nicht akkreditierten Bereich und kennzeichnet das transparent auf jedem Zertifikat.

Vor allem Unternehmen, die an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen, in regulierten Branchen wie Automotive oder Pharma tätig sind, oder deren Kunden explizit eine DAkkS-Akkreditierung in Rahmenverträgen fordern. Für rein regionale oder nationale B2B-Geschäfte ohne solche Vorgaben reicht in der Praxis meist ein transparent gekennzeichnetes nicht akkreditiertes Zertifikat aus.

Akkreditierte Zertifizierung ist wegen der regelmäßigen DAkkS-Begutachtung der Zertifizierungsstelle selbst in der Regel teurer und aufwendiger. Nicht akkreditierte Zertifizierung, wie sie KCERT anbietet, entfällt dieser Zusatzaufwand, wodurch Unternehmen mit Festpreisen ab 1.950 Euro netto pro Norm und Jahr planen können, abhängig von Mitarbeiterzahl und Norm.

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