Zertifizierung/Audit

Was ist UKAS?

Definition

UKAS: UKAS (United Kingdom Accreditation Service) ist die von der britischen Regierung benannte alleinige nationale Akkreditierungsstelle Großbritanniens – das britische Pendant zur deutschen DAkkS.

UKAS akkreditiert wie die DAkkS in Deutschland Konformitätsbewertungsstellen – also Zertifizierungsstellen, Prüf- und Kalibrierlabore sowie Inspektionsstellen – nach international vereinbarten Kompetenzkriterien wie ISO/IEC 17021 für Managementsystem-Zertifizierer. Rechtsgrundlage ist die Benennung durch das britische Department for Business and Trade als einzige nationale Akkreditierungsstelle des Landes.

Als Mitglied im International Accreditation Forum (IAF) ist UKAS Teil des internationalen Multilateral Recognition Arrangement (MLA): Ein von einer UKAS-akkreditierten Stelle ausgestelltes Zertifikat wird dadurch auch in anderen MLA-Mitgliedsländern als gleichwertig anerkannt, ähnlich wie ein DAkkS-akkreditiertes Zertifikat in Deutschland.

Für in Deutschland ansässige Unternehmen wird UKAS vor allem relevant, wenn britische Geschäftspartner, Ausschreibungen oder Lieferantenprogramme ausdrücklich ein UKAS-akkreditiertes Zertifikat verlangen, oder wenn eine Zertifizierungsstelle mit Sitz in Großbritannien beauftragt werden soll. Seit dem Brexit ist die Anerkennung UKAS-akkreditierter Zertifikate innerhalb der EU im Einzelfall zu prüfen, da UKAS keine EU-Akkreditierungsstelle mehr ist. Neben Managementsystem-Zertifizierern akkreditiert UKAS außerdem Produktzertifizierungsstellen, Inspektionsstellen und Personenzertifizierer, ihr Zuständigkeitsbereich reicht also deutlich über ISO-Managementsysteme hinaus.

  • UKAS = nationale Akkreditierungsstelle Großbritanniens, Pendant zur DAkkS
  • Mitglied im IAF, eingebunden ins Multilateral Recognition Arrangement
  • Relevant vor allem bei britischen Geschäftsbeziehungen oder Ausschreibungen
  • Nach dem Brexit: EU-Anerkennung im Einzelfall separat zu prüfen

Relevanz für die Zertifizierung

KCERT ist nicht bei UKAS akkreditiert – ebensowenig wie bei der DAkkS – und zertifiziert transparent im nicht akkreditierten Bereich. Für Unternehmen, deren britische Kunden oder Ausschreibungen ausdrücklich ein UKAS-akkreditiertes Zertifikat verlangen, ist eine bei UKAS akkreditierte Zertifizierungsstelle der richtige Weg, kein nicht akkreditiertes Zertifikat einer deutschen Stelle. Für die meisten anderen B2B-Zwecke, insbesondere im deutschen und europäischen Mittelstandsgeschäft ohne konkrete UKAS-Anforderung, ist die Herkunft der Akkreditierung dagegen selten entscheidend – hier zählt vor allem, dass ein Zertifikat überhaupt vorliegt und seine Reichweite transparent kommuniziert wird. Eine kurze Rückfrage beim britischen Geschäftspartner, welche Akkreditierung konkret erwartet wird, klärt das im Zweifel schneller als eine allgemeine Recherche.

Häufige Fragen zu UKAS

Nicht identisch, aber funktional vergleichbar: Beide sind die jeweils einzige nationale Akkreditierungsstelle ihres Landes – UKAS für Großbritannien, DAkkS für Deutschland. Beide sind Mitglied im International Accreditation Forum (IAF) und Teil des Multilateral Recognition Arrangement, wodurch ihre akkreditierten Zertifikate international gegenseitig anerkannt werden.

In der Regel nur, wenn britische Kunden, Ausschreibungen oder Lieferantenprogramme dies ausdrücklich verlangen, oder wenn eine in Großbritannien ansässige Zertifizierungsstelle beauftragt wird. Für rein deutsches oder europäisches B2B-Geschäft ohne konkrete britische Anforderung ist die Herkunft der Akkreditierung meist unerheblich – hier reicht häufig ein transparent gekennzeichnetes Zertifikat, akkreditiert oder nicht.

Nein. KCERT ist weder bei UKAS noch bei der DAkkS akkreditiert und zertifiziert stattdessen transparent im nicht akkreditierten Bereich für ISO 9001, 14001, 45001, 27001 und 50001. Wird ausdrücklich ein UKAS-akkreditiertes Zertifikat gefordert, ist eine bei UKAS akkreditierte Zertifizierungsstelle die richtige Wahl.

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