ISO 9001/QM

Was ist Auditor?

Definition

Auditor: Ein Auditor prüft im Auftrag einer Zertifizierungsstelle oder intern, ob ein Managementsystem die Anforderungen der jeweiligen Norm erfüllt, und dokumentiert seine Feststellungen in einem Auditbericht.

Zu unterscheiden sind interne Auditoren, die im Auftrag des eigenen Unternehmens interne Audits durchführen, und externe Auditoren einer Zertifizierungsstelle, die über die Zertifikatserteilung entscheiden. Die Kompetenzanforderungen an Auditoren – Fachwissen, Auditerfahrung, Prüfungsverhalten – sind in ISO 19011 beschrieben; externe Auditoren durchlaufen zusätzlich häufig anerkannte Lehrgänge etwa nach IRCA- oder PECB-Standard.

Ein zentrales Prinzip ist Unabhängigkeit: Ein Auditor darf keine Systeme prüfen, die er selbst beraten oder mitentwickelt hat, um Interessenkonflikte auszuschließen. Im Audit selbst arbeitet er mit Dokumentenprüfung, strukturierten Interviews, Betriebsbegehungen und stichprobenartiger Nachweisprüfung, um sich ein belastbares Gesamtbild zu verschaffen.

Für nicht akkreditierte Zertifizierungsstellen gibt es keine gesetzliche Pflicht zur externen Überwachung der Auditoren durch eine Akkreditierungsstelle, weshalb die interne Qualitätssicherung der Zertifizierungsstelle selbst – etwa durch Zweitmeinungen oder Stichprobenkontrollen – hier besonders wichtig ist.

Auch die Kontinuität spielt eine Rolle: Manche Unternehmen bevorzugen über mehrere Zertifizierungszyklen denselben Auditor, um Betriebskenntnis aufzubauen, während andere bewusst wechseln, um neue Perspektiven zu erhalten.

  • Interner Auditor (eigenes Unternehmen) vs. externer Auditor (Zertifizierungsstelle)
  • Kompetenzrahmen nach ISO 19011
  • Unabhängigkeitsgebot: keine Prüfung eigener Beratungsleistung
  • Auditorenwechsel nach mehreren Zyklen bringt oft neue Perspektiven auf das System

Relevanz für die Zertifizierung

KCERT trennt Beratung und Zertifizierung strikt: Der Auditor, der Ihr Unternehmen zertifiziert, hat es zuvor nicht beraten oder das Managementsystem mitentwickelt. Diese Unabhängigkeit gilt unabhängig davon, ob die Zertifizierung akkreditiert oder nicht akkreditiert erfolgt, und ist Grundvoraussetzung für ein glaubwürdiges Zertifikat. Kunden können sich vor Beauftragung nach der Qualifikation und Erfahrung des eingesetzten Auditors erkundigen. Ein offenes Gespräch über die bevorzugte Auditor-Konstellation lässt sich bereits im Erstgespräch klären. Auch die sprachliche und kulturelle Passung zwischen Auditor und Unternehmen spielt in der Praxis eine oft unterschätzte Rolle für einen konstruktiven Audit-Ablauf. Ein kurzes Feedbackgespräch nach jedem Audit hilft beiden Seiten, die Zusammenarbeit für künftige Termine weiter zu verbessern.

Häufige Fragen zu Auditor

Nein. Ein zentrales Unabhängigkeitsprinzip verbietet, dass ein Auditor Systeme prüft, die er selbst beraten oder mitentwickelt hat, um Interessenkonflikte auszuschließen. KCERT trennt Beratung und Zertifizierung deshalb strikt: Der zertifizierende Auditor hat das Managementsystem des Unternehmens zuvor nicht beraten. Diese Trennung gilt unabhängig davon, ob akkreditiert oder nicht akkreditiert zertifiziert wird.

Die Kompetenzanforderungen – Fachwissen, Auditerfahrung, angemessenes Prüfungsverhalten – sind in ISO 19011 beschrieben. Externe Auditoren durchlaufen häufig zusätzlich anerkannte Lehrgänge etwa nach IRCA- oder PECB-Standard. Kunden können sich vor Beauftragung einer Zertifizierungsstelle nach Qualifikation und Erfahrung des eingesetzten Auditors erkundigen.

Ein interner Auditor führt im Auftrag des eigenen Unternehmens interne Audits durch und hat keine Entscheidungsbefugnis über das Zertifikat. Der externe Auditor einer Zertifizierungsstelle prüft im Zertifizierungsaudit und entscheidet über die Zertifikatserteilung, rechtlich und organisatorisch unabhängig vom geprüften Unternehmen. Beide Rollen ergänzen sich, dürfen aber nicht von derselben Person gleichzeitig ausgeübt werden.

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