Zertifizierung/Audit

Was ist Rezertifizierung?

Definition

Rezertifizierung: Die Rezertifizierung verlängert ein bestehendes ISO-Zertifikat nach Ablauf des dreijährigen Gültigkeitszeitraums durch ein erneutes Audit, das den gesamten Zertifizierungszyklus rückblickend bewertet.

Ein ISO-Zertifikat ist ab Ausstellung drei Jahre gültig. Damit keine Lücke entsteht, findet das Rezertifizierungsaudit vor Ablauf der Gültigkeit statt – üblicherweise in den letzten ein bis zwei Monaten der Laufzeit. Der Umfang ähnelt einem Stufe-2-Audit: Der Auditor prüft die gelebte Praxis vor Ort, blickt aber zusätzlich auf die gesamten drei zurückliegenden Jahre, einschließlich der Wirksamkeit umgesetzter Korrekturmaßnahmen aus den jährlichen Überwachungsaudits.

Im Mittelpunkt stehen dabei besonders die kontinuierliche Verbesserung nach Kapitel 10 der jeweiligen Norm sowie die Frage, ob das Managementsystem über den gesamten Zyklus tatsächlich weiterentwickelt statt nur formal aufrechterhalten wurde. Wiederkehrende Abweichungen aus früheren Überwachungsaudits, die nie nachhaltig behoben wurden, fallen im Rezertifizierungsaudit besonders ins Gewicht.

Bei bestandenem Rezertifizierungsaudit wird ein neues Zertifikat für einen weiteren dreijährigen Zyklus ausgestellt, wieder mit jährlichen Überwachungsaudits. Verstreicht die Gültigkeit ohne Rezertifizierungsaudit, erlischt das Zertifikat vollständig – eine spätere Wiederaufnahme erfordert dann in der Regel ein komplett neues Erstzertifizierungsverfahren statt einer einfachen Rezertifizierung. Auch ein Wechsel der Zertifizierungsstelle zum Zeitpunkt der Rezertifizierung ist möglich, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Drei-Jahres-Taktung des Verfahrens.

  • Alle 3 Jahre fällig, meist 1–2 Monate vor Ablauf terminiert
  • Umfang wie Stufe-2-Audit, aber mit Rückblick auf den gesamten Zyklus
  • Fokus: kontinuierliche Verbesserung nach Kapitel 10
  • Ohne rechtzeitige Rezertifizierung: Zertifikat erlischt, Neustart nötig

Relevanz für die Zertifizierung

Bei KCERT ist die Rezertifizierung im 3-Jahres-Vertrag bereits eingeplant: Rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit meldet sich KCERT von sich aus zur Terminierung des Rezertifizierungsaudits, sodass Unternehmen sich nicht selbst um die Frist kümmern müssen. Wichtig ist trotzdem, offene Punkte aus den jährlichen Überwachungsaudits nicht liegen zu lassen – wiederkehrende Abweichungen wiegen im Rezertifizierungsaudit deutlich schwerer als im einzelnen Überwachungsaudit. Wer die dreijährige Laufzeit verstreichen lässt, ohne das Rezertifizierungsaudit durchzuführen, verliert das Zertifikat vollständig und muss ein neues Erstzertifizierungsverfahren durchlaufen, inklusive Stufe-1- und Stufe-2-Audit.

Häufige Fragen zu Rezertifizierung

Alle drei Jahre, da ein ISO-Zertifikat ab Ausstellung genau drei Jahre gültig ist. Das Rezertifizierungsaudit findet üblicherweise ein bis zwei Monate vor Ablauf der Gültigkeit statt, damit rechtzeitig ein neues Zertifikat für den nächsten Dreijahreszyklus ausgestellt werden kann und keine Zertifikatslücke entsteht.

Läuft die dreijährige Gültigkeit ohne durchgeführtes Rezertifizierungsaudit ab, erlischt das Zertifikat vollständig. Eine spätere Wiederaufnahme ist dann meist nicht als einfache Nachholung möglich, sondern erfordert ein komplettes neues Erstzertifizierungsverfahren mit Stufe-1- und Stufe-2-Audit – mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand gegenüber einer fristgerechten Rezertifizierung.

Das Überwachungsaudit findet jährlich statt und prüft stichprobenartig ausgewählte Bereiche des Systems. Das Rezertifizierungsaudit findet nur alle drei Jahre statt, hat den Umfang eines Stufe-2-Audits und bewertet zusätzlich rückblickend den gesamten zurückliegenden Zyklus, einschließlich der Wirksamkeit früherer Korrekturmaßnahmen. Nach bestandenem Rezertifizierungsaudit beginnt ein neuer Dreijahreszyklus.

Verwandte Begriffe

Vertiefende Ratgeber