ISO 50001/Energie

Was ist Energieberater?

Definition

Energieberater: Ein Energieberater ist eine qualifizierte Fachperson, die Unternehmen oder Gebäude auf Energieeinsparpotenziale analysiert und konkrete Effizienzmaßnahmen empfiehlt; für viele Förderprogramme ist eine Listung in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes Voraussetzung.

Energieberater unterscheiden sich von einem internen Energiemanagementbeauftragten dadurch, dass sie als externe, meist unabhängige Fachleute eine punktuelle energetische Bewertung liefern — etwa im Rahmen eines Energieaudits nach DIN EN 16247 oder zur Vorbereitung einer BAFA-Förderung. Die Qualifikation wird häufig über anerkannte Weiterbildungen oder Ingenieurstudiengänge mit Energieschwerpunkt erworben.

Für viele Bundesförderprogramme, etwa im Rahmen der Bundesförderung für Energieberatung, ist die Beauftragung eines gelisteten Energieeffizienz-Experten zwingende Fördervoraussetzung. Der Energieberater liefert typischerweise einen Bericht mit priorisierten Maßnahmen, deren Investitionskosten und Amortisationsdauer.

RolleAufgabe
EnergieberaterExterne, punktuelle Analyse
EnergiemanagementbeauftragterInterne, laufende Betreuung

Bei der Auswahl eines Energieberaters lohnt sich neben der formalen Listung auch ein Blick auf Branchenerfahrung: Die Einsparpotenziale in einer Produktionshalle mit energieintensiven Maschinen unterscheiden sich erheblich von denen in einem Bürogebäude oder Handwerksbetrieb. Viele Energieberater bieten inzwischen auch eine erste kostenlose oder geförderte Grobanalyse an, bevor ein umfassendes, kostenpflichtiges Energieaudit beauftragt wird. Wichtig ist zudem die klare Abgrenzung der Beratungsleistung von einer möglichen Zertifizierung: Wer ein Energiemanagementsystem zertifizieren lassen will, sollte Beratung und Zertifizierung strikt trennen, um die geforderte Unabhängigkeit der Zertifizierungsstelle nicht zu gefährden.

Relevanz für die Zertifizierung

Für die Einführung von ISO 50001 oder ein gesetzliches Energieaudit wird häufig ein externer Energieberater hinzugezogen. Er liefert die energetische Bewertung, die als Grundlage für die im Managementsystem geforderten Energiekennzahlen und die Ermittlung wesentlicher Energieeinsatzbereiche dient. Diese Trennung von Beratung und Zertifizierung gilt branchenübergreifend als Grundprinzip glaubwürdiger Managementsystem-Zertifizierung und wird auch von KCERT konsequent eingehalten, denn wer selbst berät, darf nicht gleichzeitig das eigene Ergebnis zertifizieren. Eine klare vertragliche Trennung beider Rollen sollte daher bereits bei der Beauftragung schriftlich festgehalten werden. So lässt sich im Nachhinein vermeiden, dass Kunden oder Auditoren die Unabhängigkeit der eigentlichen Zertifizierung in Zweifel ziehen.

Häufige Fragen zu Energieberater

Die Norm selbst schreibt keinen externen Energieberater vor, in der Praxis wird aber häufig einer hinzugezogen, um die energetische Bewertung durchzuführen. Er liefert die Datengrundlage für die im Managementsystem geforderten Energiekennzahlen und die Ermittlung wesentlicher Energieeinsatzbereiche. Für bestimmte Förderprogramme ist die Beauftragung eines gelisteten Beraters dagegen Voraussetzung.

Der Energieberater ist eine externe, meist unabhängige Fachperson für eine punktuelle energetische Bewertung, etwa im Rahmen eines Energieaudits nach DIN EN 16247. Der Energiemanagementbeauftragte übernimmt dagegen die interne, laufende Betreuung des Energiemanagementsystems und ist meist eigenes Personal des Unternehmens. Viele Unternehmen nutzen beide Rollen ergänzend, etwa bei Einführung und laufendem Betrieb.

Für viele Bundesförderprogramme, etwa im Rahmen der Bundesförderung für Energieberatung, ist die Beauftragung eines in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes gelisteten Beraters zwingende Fördervoraussetzung. Ohne diese Listung entfällt in solchen Fällen der Anspruch auf die entsprechende Förderung. Unternehmen sollten die Listung vor Beauftragung direkt auf der offiziellen Expertenliste prüfen.

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